Das neue Rheinbrohler Fußballstadion nach Hans Zimmermann benannt

hzs1Wen das Fußballfieber packt, den lässt es kaum bzw. nie los. Vor allen Dingen, wenn er über Jahrzehnte selbst aktiv Fußball gespielt hat. Dies gilt ohne jegliche Einschränkung für den 2008 verstorbenen Hans Zimmermann aus Rheinbrohl. Geboren am 12. Mai 1934 und mit 74 Jahren vor nunmehr drei Jahren verstorben, war er Herz und Seele des „Fußballvereins (FV) Rheinbrohl 1910“. Bereits als 14-Jähriger trat er in den „FV Rheinbrohl“ ein. Bis zu seinem 60. Lebensjahr spielte er aktiv Fußball, in der Jugend-, Herren- (1. Mannschaft) und Alt-Herren-Mannschaft. Einer von vielen Siegen war im Jahr 1957 die Kreismeisterschaft der 1. Mannschaft. Das leidenschaftliche Engagement von Hans Zimmermann für den Fußball, insbesondere für seinen Verein „FV Rheinbrohl“, kann kaum umfassend gewürdigt werden. Und nicht ohne Grund wurde das neue FV-Fußballstadion in Rheinbrohl nach ihm benannt. Bei den vielen Arbeiten, vom FV-Vereinshaus bis zur steten Pflege der Anlage, Hans Zimmermann war stets zur Stelle. Später wirkte er u.a. als Spielausschuss-Obmann und als Mannschaftsbetreuer.

Neben seinen vielen sportlichen Aktivitäten engagierte sich Hans Zimmermann im Bereich Wanderwege rund um Rheinbrohl, und als gelernter Schreiner fertigte er auch gleich die unzähligen Wanderhinweisschilder an. Hier mit Unterstützung seines Bruders Karl-Heinz und Sohn Willi. Es war vor neun Jahren zugleich der Start für das ausgebaute gut beschilderte Wandernetz rund um Rheinbrohl, betont Ortsbürgermeier Dieter Labonde mit Nachdruck, der insgesamt das gemeindliche Engagement von Hans Zimmermann ungemein schätzte. Und seine Frau Loni (geborene Jaeckel), die aus Ohlenberg stammt, sie lernten sich im Juni 1955 auf der Kirmes in Brohl kennen, Heirat im Juni 1957, sie haben zwei Kinder, Willi und Renate, betont: Fußball war sein Ein und Alles und Engagement für die Gemeinschaft bedeuteten ihm stets sehr viel. Irgendwann hat auch Loni Zimmermann das Fußballfieber gepackt. Bei den meisten Spielen war sie als Zuschauerin dabei. Noch heute sieht man sie oft als Zuschauerin bei Heimspielen des „FV Rheinbrohl“. Ihr Mann, so Loni Zimmermann, hatte die Gabe, auf Menschen zugehen zu können, war humorvoll und bei kaum einem größeren Dorffest fehlte er.hzs2

Entspannung fand er bei der Arbeit im Garten und gemeinsam verlebten sie sehr viele schöne Urlaube, vorwiegend in Tirol. Bis einige Jahre vor seiner über Jahre andauernden schweren Krankheit spielte er noch aktiv in der „Alt-Herren-Mannschaft“. Zimmermann Hennes war über Rheinbrohl hinaus bekannt und beliebt. So lag es auch auf der Hand, dass Hans Zimmermann im Jahr 2006 die Ehrennadel des Landes Rheinland-Pfalz erhielt. Aber auch die Benennung des neuen Rheinbrohler Fußballstadions als „Hans-Zimmermann-Stadion“ sei voll gerechtfertigt, so der heute 81-jährige Rheinbrohler Karl Eiffler (vielen nur als Karli bekannt), der noch immer in der „Alt--Herren-Mannschaft“ als Vorstopper spielt. Er erinnert sich gern an die aktive Fußballzeit mit Hans Zimmermann (dies seit 1952), der bereits 1948 in den FV Rheinbrohl eintrat. Für beide war und ist der „FV Rheinbrohl“ alles, ein Leben ohne Fußball kam für beide nie in Betracht. Bis zu dem Tode von Hans Zimmermann saßen sie oft zusammen und erinnerten sich gern an die gemeinsame Anfangsarbeit des „FV Rheinbrohl“ nach dem Kriege, neben der aktiven Spielzeit auch an die unendlich vielen ehrenamtlich geleisteten Stunden auf dem Gelände des Fußballplatzes „Am Hofacker“. Nicht ohne Grund wurden beide bereits vor einigen Jahren Ehrenmitglieder des „FV Rheinbrohl“ (zwischenzeitlich gibt es drei weitere Ehrenmitglieder des FV Rheinbrohl: Herbert Müller, Armin Seifert und Martin Zwick). Zudem lässt sich konstatieren, dass der FV Rheinbrohl einen sehr hohen sportlichen Stellenwert in der Gemeinde am römischen „Caput Limits“, dem Beginn des obergermanisch-rätischen Limes, hat. Karl Eiffler ist zudem der einzige noch Lebende der Gründungsmitglieder der 1966 gegründeten „Alt-Herren-Mannschaft“. Beide blieben Fußballfreunde ihr Leben lang, viele schöne Erinnerungen prägten ihre über Jahrzehnte andauernde Fußballbegeisterung, sei es während ihrer aktiven Fußballzeit und auch bei ihrem großen Engagement in vielen Bereichen für ihren „innig geliebten“ „FV Rheinbrohl.

Hans Zimmermann spielte fast immer als Stürmer halbrechts und Karli Eiffler als halblinker Stürmer (manchmal auch als Verteidiger, damals nach der klassischen Verteilung, 1 Torwart, 2 Verteidiger, 3 Läufer und 5 Stürmer). Der Ball ist rund und muss ins Tor, so nicht nur die Devise des ehemaligen Bundestrainers Sepp Herberger. Fußball bleibt auch für Nichtaktive faszinierend. Beim Fußball sind das individualistische Ballgefühl, Kondition, Motivation, Teamgeist, ein guter Trainer und die gut gewählte richtige Mannschaftsaufstellung wichtig, aber auch die Psychologie ist nicht zu unterschätzen. Oft kommt das „Drama“ der verpassten Chancen hinzu, und bei jedem Fußballspiel entscheidet letztlich auch viel Glück den Ausgang eines Spiels, wie Karli Eiffler nachdenklich anmerkt.

hzs5Dass auch Bundesligaspiele, Europa- und Weltmeisterschaften oft gemeinsam gesehen wurden, versteht sich von selbst. Dabei erinnert sich Karl Eiffler insbesondere an das Jahr 1954, an das große Weltmeisterspiel Ungarn-Deutschland. Es war jene Zeit als es in Rheinbrohl zwei „Öffentliche Fernseher“ gab. Der Publikumsandrang war groß, man saß nur auf Bänken, sofern man überhaupt einen Platz bekam.

Freunde zu haben ist etwas Schönes, insbesondere wenn sportliche Fairness hinzukommt und man sein Leben lang in positiven Erinnerungen schwelgen kann. Und spontan beschreibt Karl Eiffler seinen Freund und Sportgefährten Hans Zimmermann als: fleißig, stets korrekt, ein Kumpeltyp der 1. Reihe, nie scheinheilig, offen, stets hilfsbereit und mit einem sehr hohen gemeinschaftlich orientierten Engagement.

Ob ein Spiel gewonnen oder verloren wurde, es gab schon manchmal „kleine Spitzen“ bei verpassten Spielchancen, aber gram war auf Dauer kaum Einer, und bei einem Gläschen Bier (oft im Rheinbrohler „Römer“) war ohnehin alles vergessen und man freute sich auf das nächste Spiel. Die beste Voraussetzung war dann das verstärkte Training, das damals jeweils am Mittwoch stattfand. So lässt sich ohne Wenn und Aber sagen, Sport ist (fast) alles und schafft oft Freude für ein Leben lang, wie beispielswiese bei den zwei aktiven Fußballbegeisterten Hans Zimmermann und Karli Eiffler. STUHA.

Neuer Kunstrasenplatz wird eröffnet

kunstra2Nach knapp 4-monatiger Bauzeit wird am Sonntag, 18. Juli um 14.00 Uhr der neue Kunstrasenplatz "Am Hofacker" in Rheinbrohl feierlich eröffnet. Zuerst erfolgt die Einsegnung durch Pastor Longuich, anschließend spielen die Verbandsgemeindemöhnen in einem Juxspiel gegen die Alten Herren des FV Rheinbrohl. Desweiteren werden alle sporttreibenden Vereine von Rheinbrohl kleine Demonstrationen ihrer Sportart geben.Mit der Eröffnung bekommt die Gemeinde Rheinbrohl ein wahres Schmuckkästchen, um das sie viele Nachbarorte beneiden werden.
In Zeiten enormer Haushaltsprobleme bedurfte es viel Überzeugungsarbeit, die politisch Verantwortlichen für die Realisierung eines Kunstrasenplatzes zu gewinnen. Letztendlich gab es eine breite Mehrheit aller Fraktionen in Rheinbrohler Rat, so dass Mitte vergangenen Jahr der Startschuss für das Antragsverfahren erfolgte . Auch auf Kreisebene fand das Projekt viele Befürworter, nicht zuletzt aufgrund der hervorragenden Jugendarbeit des FV Rheinbrohl. Im Herst 2009 lag bereits der Bewilligungsbescheid der ADD vor.Das Projekt wurde mit 600.000 € veranschlagt, bei einem Eigenanteil für den FV Rheinbrohl in Höhe von 70.000,- €.kunstra1
Nach der Frostperiode ging es Anfang März 2010 zuerst einmal an die Abrissarbeiten, bevor die Bagger der Firma Fink/Stauff als Generalunternehmer anrollten. Insgesamt 1500 lfdm Drainagerohre, 6550 qm Kunstrasengrünfläche, 1000 qm Verbundpflaster und 1500 qm neue Gründflächen sind geschaffen worden. Dazu eine neue Flutlichtanlage. 75 FV-Mitglieder haben insgesamt 2000 Arbeitsstunden geleistet. Jeder, der den neuen Hofacker jetzt sieht, ist über das Ergebnis schier begeistert. Die Anlage strahlt in neuem Glanz und bietet allen Sporttreibenden in Rheinbrohl optimale Möglichkeiten.
Im Interesse der Anlieger wurde der Haupteingang über ein Drehtor jetzt an die Südseite verlegt. In diesem Bereich stehen auch ausreichend Parkplätze zur Verfügung. Die Gemeinde Rheinbrohl und der FV Rheinbrohl laden die Bürger sehr herzlich zur Eröffnung ein. In der Zeit vom 16. - 25. Juli finden auf dem neuen Platz täglich attraktive Spiele im Rahmen einer Sportwoche statt. Am Donnerstag, 22. Juli treffen um 19.30 Uhr der Oberligist SV Rossbach und der Rheinlandligist FV Engers aufeinander.

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